Zu einzelnen Personen angelegte Dokumentensammlungen. Zu jedem Studenten, jedem Prüfungsvorgang und jeder Graduierung, sowie für jeden Beschäftigten wird an der Universität ein einzelner Vorgang angelegt und mit den individuell zugeordneten Schriftstücken gefüllt. Es gibt verschiedene Aktenformen, beispielsweise Studentenakten, Prüfungsakten, Promotionsakten, Habilitationsakten, Personalakten (von Angestellten, Beamten, Dozenten, Lehrenden, Beschäftigten) oder Disziplinarakten. Diese Personenakten sind über den individuellen Namen erschlossen und enthalten in der Regel nur Unterlagen zu einer einzelnen Person. Allerdings kann es zu einer Person auch mehrere Personenakten geben. So wird vielleicht aus dem Studenten, der geprüfte Magister, der schließlich promoviert, sich habilitiert und schließlich zum Professor berufen wird und dann gar noch mit einer Ehrenpromotion bedacht wird. Dann gibt es sechs unterschiedliche Personenakten zu dieser einzigen Person. Personenbezogene Unterlagen enthalten meist sehr viele biographische Angaben, wie Lebensläufe, Zeugnisse oder Beurteilungen. Der Umfang dieser Akten variiert stark, es gibt Personenakten die einige hundert Blatt pro Akte umfassen. In der Regel umfassen die Personenakten aber etwa 20 bis 30 Blatt. Eine ergebnislose Suche kann auch auf eine Lücke in den Beständen des Universitätsarchivs durch Kriegs- oder Brandschäden hindeuten. Durch das sächsische Archivgesetz ist der freie Zugang zu den Personenakten erst zehn Jahre nach dem Tod der betroffenen Person für Dritte möglich.

Datensätze


  • Dossiers

    Über die amtlichen Unterlagen hinaus sammelt das Universitätsarchiv Leipzig weitere öffentliche Informationen über Leipziger Hochschullehrer. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Ehrungen, wissenschaftliche Auszeichnungen oder Nachrufe, die in der Tagespresse oder in Online-Medien publiziert werden.

    Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1409
  • Personalakten

    Dieser virtuelle Bestand umfasst Unterlagen, die an der Universität Leipzig zu Einzelpersonen entstanden sind. Die älteste Überlieferung beginnt mit vereinzelten und sehr lückenhaften Personalakten von Professoren im 16. Jahrhundert, erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden systematisch Personalakten für Hochschullehrer angelegt. Diese enthalten zumeist auch die im Zusammenhang mit der Habilitation entstanden Unterlagen. Die Personalakten aus der Juristenfakultät und der Theologischen Fakultät sind jedoch im Zweiten Weltkrieg mit deren Fakultätsgebäuden verbrannt – entsprechend sind hier kaum Unterlagen von vor 1945 erhalten. Für die Zeit nach 1945 sind neben den Personalakten der Hochschullehrer auch die Personalakten von Verwaltungsbediensteten und Angestellten, Studenten- und Prüfungsakten sowie Akten ausländischer Studenten und Unfallmeldungen verfügbar. Die Bestände sind noch nicht abgeschlossen, ständig werden personenbezogene Unterlagen aus dem Personaldezernat, den Prüfungsämtern und dem Studentensekretariat an das Universitätsarchiv abgegeben. Einzelne Akten unterliegen noch dem gesetzlichen Datenschutz nach § 10 SächsArchivG. Demnach dürfen diese erst 10 Jahre nach dem Tod oder 100 Jahre nach der Geburt des Betroffenen zur Einsicht freigegeben werden.

  • Promotionsakten

    Dieser virtuelle Bestand versammelt alle Promotionsunterlagen der Leipziger Universität seit etwa 1800, unabhängig von der jeweiligen Fakultät.

  • Studentenkartei der Quästurbehörde

    Nachdem sich der zukünftige Student eigenhändig in das Matrikelbuch eingetragen hatte, legte die Quästur eine Zahlkarte für die zukünftigen Studiengebühren an. Auf diesen Karten, die jeden Studenten von 1889 bis 1945 (teilweise auch vorherige Jahre) enthalten, wurden neben den entrichteten Gebühren auch die persönlichen Daten, die Anschriften und das Datum der Zeugnisausstellung verzeichnet. Anhand der Karten ist es so möglich, die jeweiligen Einträge in den Protokollbüchern der Studien- und Sittenzeugnisse (Rep. 01/16/07/C/001 bis Rep. 01/16/07/C/099) zu ermitteln, die nach dem Datum der Zeugnisausstellung angelegt sind und die die belegten Vorlesungen und Übungen sowie die akademischen Lehrer enthalten. Einzelne Karteikarten unterliegen noch Schutzfristen nach § 10 SächsArchivG.

    Bestandsdauer der Behörde: 1834 - 1945
    Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1889 - 1945
    Aufgaben der Einrichtung: Einnahme und Verteilung der Kolleggelder