Druckschriften umfassen sowohl Bibliotheksgut, als auch Belegexemplare sowie "graue Literatur". Dazu rechnen auch Publikationen sowie Rechtstexte und Verordnungen der ehemaligen Karl-Marx-Universität Leipzig, die sich vollständig im Universitätsarchiv befinden. Ebenfalls im Universitätsarchiv befindet sich kleiner Bestand von historischen Dissertationen, die sich als Teil des Promotionsverfahrens in der Philosophischen Fakultät erhalten haben.

Datensätze


  • Dienstbibliothek

    Die Dienstbibliothek umfasst die gesammelte Literatur zur deutschen Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte sowie zur Geschichte und Entwicklung der Universität Leipzig. Darin finden sich Druckschriften, Zeitschriftenartikel, im Eigenverlag der Universität herausgegebene Veröffentlichungen und ungedruckte Manuskripte. Bitte beachten Sie, dass eine Benutzung nur vor Ort und im Zusammenhang mit einer Archiv-Recherche möglich ist.

  • Druckschriften der KMU

    In den Akten der Universität Leipzig finden sich nach 1946 zahlreiche Belege für oftmals detailverliebte Reglementierungen des Staates in Forschung und Lehre. Die Bezeichnungen für die Eingriffe sind vielfältig, es gibt Arbeitsanweisungen, Arbeitsdokumente, Arbeitsrichtlinien, Arbeitsinstruktionen, Durchführungsbestimmungen, Dienstordnungen, Direktiven, Entschließungen, Erlasse, Führungspläne, Grundsatzdokumente, Hinweise, Hochschulbestimmungen, Konzeptionen, Maßnahmenpläne, Ordnungen, Richtlinien bis hin zu Weisungen.

    Rund 500 verschiedene Eingriffe in den Hochschulbetrieb fanden sich bis heute in den Archivbeständen der Universität zwischen 1946 und 1990. Dazu kommen noch über 500 Lehrprogramme und Studienpläne, die fast jede Kleinigkeit eines Hochschulstudiums in der DDR bzw. an der Karl-Marx-Universität Leipzig regelten.

    Die gedruckten Vorschriften wurden aus den Akten herausgenommen und zentral in einer Druckschriftensammlung des Universitätsarchivs zusammengeführt. Im Archivalltag schafft das Platz und vermeidet Mehrfachüberlieferungen. Aus dieser Materialfülle entstand die nun digitalisierte, chronologisch geordnete Titelsammlung.

    Für den Forscher und den interessierten Laien bietet diese umfangreiche Quellenzusammenstellung einen guten Einstieg in die von sozialistischer Ideologie und staatlichen Weisungen dominierte Hochschulwirklichkeit der DDR.

    Bestandsdauer der Behörde: 1945 - 1990
    Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1946 - 1991
  • gedruckte Dissertationen

    Sammlung von gedruckten Dissertationen aus der Philosophischen Fakultät, die als Teil des Promotionsverfahrens in der Fakultätsverwaltung zwischen 1800 und 1900 abgelegt wurden. Diese Sammlung ist nicht vollständig und enthält keineswegs alle Dissertationen aus diesem Zeitraum.

    Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1819 - 1927
  • Universitätszeitung der KMU

    Die Universitätszeitung, ursprünglich eine Einzelseite in der Leipziger Volkszeitung (LVZ), erschien von 1957 bis 1991 als selbständiges Periodikum. Als Organ der Kreisleitung der SED berichtete sie zunächst vierzehntägig, später wöchentlich über aktuelle Geschehnisse aus dem Hochschulbetrieb. Zugleich kam ihr eine wichtige Funktion als Sprachrohr für die Parteipropaganda der SED an der Universität zu. Die Meldungen, Kommentare und Wertungen ermöglichen einen oftmals einzigartigen, chronologischen Zugang zur jüngeren Zeit und insbesondere zur Erneuerung der Universität bis zum Juli 1991.

    Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1957 - 1991
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der KMU

    Die WZ erschien 1951 bis 1990 in zwei parallelen Reihen (Mathematisch-naturwissenschaftliche Reihe und Gesellschafts- und Sprachwissenschaftliche Reihe) mit jährlich insgesamt 12 Heften unter der Herausgeberschaft des Rektors. Ein Jahresband umfasst etwa 500 bis 700 Seiten im Lexikonformat (bis 1968) und in Groß-Oktav (ab 1969). Die WZ veröffentlichte wissenschaftliche Artikel – ursprünglich ausschließlich von Forschern der Universität Leipzig. Der Zeitschriftenbeginn steht im Zusammenhang mit der „Störfreimachung“, also der angestrebten Unabhängigkeit von Westimporten: Der bislang teure Ankauf westlicher wissenschaftlicher Periodika sollte durch Etablierung eigener Titel beendet werden (allein 1961 wurde der Bezug von 355 Zeitschriften aus der Bundesrepublik eingestellt). Zudem konnten dann damit Zeitschriften im “NSW – Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet” ohne den Einsatz von Devisen im Tauschverfahren erworben werden.